Vortrag: Praxisbeispiel – Einführung eines Sporternährungskonzepts

Seit nun mehr 24 Jahren veranstaltet der Verband für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED) die dreitägige Aachener Diätetik Fortbildung (ADF) an der Uniklinik RWTH Aachen – mittlerweile ist diese Veranstaltung die größte Ernährungs-Fachtagung in Deutschland. In diesem Rahmen trafen sich im Herbst dieses Jahres Ernährungswissenschaftler, Oecotrophologen, Ärzte und viele weitere Ernährungsexperten, um an rund 90 spannenden Vorträgen, interaktiven Workshops und informativen Seminaren teilzunehmen.

Von Praktikern für Praktiker

Besonders beliebt bei dieser Tagung sind die Seminare und Workshops, in denen sich die Teilnehmer intensiv austauschen und von den dort transparent vorgetragenen Praxiserfahrungen profitieren können. Regina Best, Geschäftsführerin von res frumentaria, stellte in diesem Rahmen ihr Praxisbeispiel „Einführung eines Sporternährungskonzeptes im SportCentrum Kamen-Kaiserau“ vor. In einem halbstündigen Vortrag zeigte sie, wie res frumentaria die komplexen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse der Sporternährung in ein gut verständliches, einfach anwendbares Konzept umgesetzt hat. Die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und studierte Oecotrophologin präsentierte detailreich, wie dieses Konzept entstand und anschließend umgesetzt wurde:

1. IDEE – es galt, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Ernährung zu schaffen mithilfe von regenerationsfördernden und das Training unterstützenden Mahlzeiten.

2. KONZEPT – es wurden neue Rezepte entwickelt, probegekocht und Abläufe optimiert. Durch eine farbliche Zuordnung entstanden leicht umsetzbare Empfehlungen, die die gezielte Nährstoffversorgung bei unterschiedlicher Belastung sicherstellen.

3. UMSETZUNG – von der Bestückung der Free-Flow-Ausgabe über die Buffetbeschilderung, die Informationen über die neue „Fitnessline“ bis hin zum individuell zusammenstellbaren Mittagessen nach einer Trainingseinheit wurde die Umsetzung von res frumentaria begleitet.

4. AUDIT – Gespräche mit der Küchenleitung und dem -personal stellen sicher, dass die Mitarbeiter sich mit der betriebseigenen Kochpraxis auseinandersetzen, Zutaten sorgfältig auswählen und zufrieden sind mit ihrer geleisteten Arbeit.

„Verständlich, praxisnah und wirtschaftlich“ – das Feedback

Die Teilnehmer dieses spannenden Workshops fanden die Umsetzung des Konzepts in die Praxis sehr gelungen. Besonders gut gefiel den Teilnehmern der Ansatz, die Nährstoffrelationen für die unterschiedlichen Trainingsarten über die auf einen Blick verständlichen Farbkreise zu vermitteln. Auch die mit der Umsetzung dieses Konzepts einhergehende Neustrukturierung der Arbeitsabläufe kam bei den Zuhörern gut an – schließlich könnten sie mit diesem Konzept ihre Köche dazu bringen, nach Rezepturen zu kochen, um so die Wirtschaftlichkeit besser zu steuern. Im Nachgang zeigte sich außerdem, dass das Interesse an diesem Konzept weit über die Sporteinrichtungen hinaus geht: Auch Klinik- und Rehaeinrichtungen aus dem Sportumfeld zeigten sich interessiert an diesem Programm, das den Sportlern mithilfe der Farbkreise die Möglichkeit gibt, die passenden Ernährungsempfehlungen ganz einfach selbst umzusetzen. Dazu kommt, dass über die Fokussierung auf Gerichte, die Einführung von Rezepturen und die Schulung der Mitarbeiter wichtige qualitative und wirtschaftliche Optimierungen erreicht werden können. Weitere Informationen zu diesem Konzept und unserem Referenzprojekt finden Sie hier.